Familienforschung

Allgemeine Hinweise zur Familienforschung

Familienforschung oder Genealogie geht den Spuren der Vorfahren in gedruckten und ungedruckten Quellen nach. Sie versucht, Namen, Lebensdaten und Lebensumstände möglichst umfassend zu erforschen. Alle Schichten der Bevölkerung haben Angaben in verschiedenen Quellen hinterlassen. Familienforschung ist also keine Angelegenheit privilegierter Kreise.

Ausgangspunkt der Forschung sind vorhandene Urkunden. Mit den dort enthaltenen Daten kann man dann in den Registern der Standesämter ( in Ost- und Westpreußen ab 1874 geführt) und in den Kirchenbücher (die Ende des 16. Jhdts., oft aber erst im 17. Jhdt. einsetzen) weitere Nachforschungen durchführen bzw. durchführen lassen. Aus den genannten Quellen (Registern bzw. Kirchenbücher) ergeben sich die Namen und die Eckdaten zu den einzelnen Familienmitgliedern und die Familienzusammenhänge.

Familiennamen entstanden im 12./13.Jahrhundert und haben sich bis zum 16.Jahrhundert durchgesetzt.

Richtig lebendig und interessant wird Familienforschung aber erst, wenn sie auf die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Vorfahren und auf ihr gesamtes Lebensumfeld ausgedehnt wird. Dazu ist es notwendig, in weiteren archivarischen Quellen (Grundbücher, Bürgerverzeichnisse, Zunftrollen, Steuer- und Schadenlisten, Mühlen- und Gesindelisten, Huldigungs- und Musterungslisten, Erbteilungen und Testamente, Kirchenrechnungen und -strafen, Grundstücksgeschäfte, Schulakten und anderes mehr) und in gedruckten Quellen (Urkunden- und Bürgerbücher, Dorf- und Stadtchroniken, Verkündungsblätter, Geschlechterbücher, Ahnenlisten usw.) zu suchen.

Oft entdeckt man bei dieser Arbeit völlig unvermutete Zusammenhänge und verblüffende Details, oft auch das ganz unmittelbare Einwirken der großen Geschichte auf das Leben Einzelner. So vermittelt Familienforschung den Blick für geschichtliche Auswirkungen und die Erfahrung persönlicher Betroffenheit. Sie wird darüber hinaus zu einem Teil der Heimat- und Landesforschung.

Für den Interessierten wird Familienforschung zu einer lebenslangen und erfüllenden Beschäftigung, mit der man sich zwar jederzeit beginnen kann, aber nicht früh genug anfangen kann.
Familienforschung ist deshalb keineswegs nur etwas für Rentner und Pensionäre. Im Gegenteil, erst die langjährige Forschung, jed nach individuell verfügbarer Zeit in Angriff genommen, schafft auch langjährige Freide. Nicht verschwiegen sein soll, daß Familienforschung auch den Reiz kriminalistischer Spürarbeit in sich birgt.

Hinweis :
Für den Einstieg empfielt sich das preisgünstige Buch von Wolfgang Ribbe/ Eckart Henning, Taschenbuch für Famileingeschichtsforschung, Verlag Degener & Co, Neustadt a.d. Aisch. Diese Werk enthält eine Fülle von weiterführenden Hinweisen und Angaben zur wichtigsten Literatur.

Wenn Sie mehr zur Familienforschung erfahren wollen, wenden Sie sich an den
Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V.
im Internet unter
http://www.genealogy.net/gene/vereine/VFFOW/vffow.htm
oder
http://www.vffow.de

Bestellung von Veröffentlichungen:
Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V.
Postfach 2102, 58264 Gevelsberg (Fax: 02332 – 66 53 72)
vffow.buchverkauf@t-online.de
http://www.vffow-buchverkauf.de/

 

Wichtige Archive und Bibliotheken

Evangelisches Zentralarchiv(EZA) in Berlin – Kirchenbuchstelle –
Bethaniendamm 29
D – 10997 Berlin
http://www.ezab.de
E-mail: archiv@ezab.de
Das Archiv ist u.a. die zentrale Sammelstelle für das gesamte kirchengeschichtliche Material der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union in den historischen deutschen Ostgebieten. Den wichtigsten Bestand bilden dabei die bei Kriegsende geretteten Kirchenbücher. Dazu ist erschienen das “Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin. Teil I: Die östlichen Kirchenprovinzen der altpreußischen Union”, 3. Auflage. Berlin 1992. Verlag: Evangelisches Zentralarchiv in Berlin. Zur Schonung der Originale sind die Kirchenbücher verfilmt.
Die Kirchenbücher bzw. ihre Verfilmungen können im Lesesaal eingesehen werden. Genealogische Standardwerke, Ortsverzeichnisse usw. stehen in der Handbibliothek des Lesesaales. Das Archiv übernimmt Sucharbeiten geringen Umfangs. Die Sperrfristen für eigene Forschungen in den ostdeutschen Kirchenbüchern betragen bei den Taufbüchern 110 Jahre, bei den Traubüchern 90 Jahre.

Sächsisches Staatsarchiv
– Abt. Deutsche Zentralstelle für Genealogie –
Schongauer Straße 1
D-04329 Leipzig
E-Mail: poststelle-l@sta.smi.sachsen.de
Telefon: 0341 25555-00  Zentrale Einwahl
Die Deutsche Zentralstelle für Genealogie/Sonderbestände verfügt über die ab 1934 aufgenommenen Mikrofilme deutscher Kirchenbücher von den Anfängen bis zum Jahr 1874. Die Provinzen Ost- und Westpreußen sind in diesen Verfilmungen enthalten. Im zweiten Weltkrieg ist ein geringer Teil der Filme verloren gegangen. Als Buch ist dazu erschienen “Bestandsverzeichnis der Deutschen Zentralstelle für Genealogie Leipzig, Teil I. Die Kirchenbuchunterlagen der östlichen Provinzen Posen, Ost- und Westpreußen, Pommern und Schlesien”, 3. Auflage. Neustadt/Aisch 1997. Verlag Degener & Co.
Daneben verwahrt die Zentralstelle eine Sammlung von rund 700 Ortsfamilienbüchern, ferner die Ahnenstammkartei des Deutschen Volkes mit ca 1,3 Mio. Karteikarten und einer Ahnenlistensammlung mit rund 6.000 Ahnenlisten. Sie führt außerdem einen Katalog der Personalschriften und Leichenpredigten mit über 100.000 verzeichneten Drucken.
Die Bestände sind vor Ort nutzbar. Die Zentralstelle verfügt über eine große Spezialbibliothek, aus der in den Lesesaal ausgeliehen wird. Alle Ausgaben erfolgen an den Öffnungstagen jeweils bis 13.00 Uhr. Auskünfte aus den Archivbeständen werden nur in eng begrenztem Rahmen erteilt.

 

 

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