Kirchspiel Königskirch – Jurgaitschen

  • Kirchenprovinz Ostpreußen mit Sitz in Königsberg
  • Kirchenkreis Tilsit-Ragnit (ev.),  deckungsgleich mit dem Landkreis
  • Diözese Tilsit
  • Grundsteinlegung:  01. Juni 1841
  • Einweihung: 10. Juni 1845 im Beisein des Königs Friedrich Wilhelm IV
  • Namen der Kirche:
  • Hallenkirche aus Ziegeln in Basilikabaustil ohne Turm
  • Orgel errichtet vom Orgelbaumeister Bauer
  • Zwei Glocken
  • Baukosten: Kirche, Pfarrhaus und Präzentorgehöft 27.020 Taler
  • Lage: zentral an der Hauptstraße
  • Größe

 

 

 

 

 

Pfarrer im Kirchspiel Königskirch

  • Hermann B. Herford              1845 – 1872
  • Richard Otto Rudolf Werner    1872 – 1873
  • unbekannt                     1873 – 1893
  • Daniel Julius Görke            1894 – 1925
  • Emil Franz Th. Pipris           1925 – 1930
  • Pfarrer Kurt Hochleitner       1930 – 1945

 

Zum Kirchspiel gehörige Gemeinden

Aggern, Allingen, Angerbrunn, Argenhof, Auerfließ, Berginswalde, Brakenau, Brettschneidern, Ellerngrund, Feldhöhe, Fichtenfließ, Freihöfen, Garnen, Geidingen, Girren, Groschenweide, Großroden, Großwingen, Grünhöhe, Kaiserau, Kellen, Kermen, Klipschen, Königskirch, Krauden, Kühlen, Lichtenhöhe, Lieparten, Martinsrode, Neuhof, Ostwalde, Paschen, Sandfelde, Scharden, Tauern, Turken, Ulmental.

Kirchspielort Königskirch – Jurgaitschen
Wann der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde iat nicht bekannt. In einer 1785 herausgegebenen “Vollständigen Topographie des Königreiches Preußen” ist der Ort Jurgaitschen mit folgenden Angaben enthalten:
Jurgaitschen, melirt Dorf an der Buduppe, 2 Windmühlen, 11 Feuerstellen.
Das Dorf lag verkehrsgünstig an der Kreisstraße von Schillen nach Heinrichswalde. Weitere teils befestigte, teils unbefestigte Straßen führten zu den Dörfren des Kirchspiels.
Hier in Jurgaitschen war die Poststelle mit eigenem Poststempel, wie sie in Preußen 1817 in vielen Ortschaften eingeführt worden ist. Von Tilsit bestand eine Kraftomnibusverbindung über Sandlauken (Sandfelde). Sie verkehrte zweimal am Tage. Die Endstelle der Postlinie war Schillkojen (Auerfließ), später Kellmienen (Kellen).

Das Dorf hatte eine Schule mit zwei Klassenzimmern, hier wurden die Dorfkinder von der ersten bis zur achten Klasse unterrichtet.  In Jurgaitschen befand sich auch eine Fortbildungsschule, die später in Berufsschule umbenannt wurde.